Die beliebte Web-3D-Engine Babylon.js hat ein Feature bekommen, auf das viele Entwickler lange gewartet haben und das eine breite Nutzung bisher erschwerte: einen eigenen visuellen Editor. Damit wird der Einstieg in die Entwicklung von interaktiven 3D-Anwendungen im Browser deutlich einfacher.
Babylon.js ist ein Open-Source-Framework für 3D-Grafik im Web, das WebGL und WebGPU unterstützt. Es wird von Microsoft und einer aktiven Community gepflegt und ist vor allem für seine Leistungsfähigkeit, Flexibilität und hervorragende Dokumentation bekannt.
Bislang mussten Entwickler alle Projekte und Szenen manuell als Javascripte aufsetzen. Das war besonders für Einsteiger mühsam. Mit dem neuen Babylon.js Editor gibt es nun:
-
Visuelles Arbeiten: 3D-Welten lassen sich direkt im Editor gestalten, statt nur als Code.
-
Projektvorlagen (Templates): Vorgefertigte Setups für Next.js, SolidJS oder klassische Vanilla-Projekte sparen Zeit.
-
Open Source (Apache 2-Lizenz): Der Editor ist frei verfügbar, der Quellcode liegt offen – die Community kann ihn erweitern.
-
Plattformübergreifend: Verfügbar für Windows, Linux und macOS, da Electron-basiert (es existieren allerdings keine offiziellen deb/rpm-Pakete, stattdessen AppImage, die Linux-Unterstützung ist inoffiziell).
-
Moderne Features: Unterstützung für Textur-Kompression (z. B. KTX) und weitere Performance-Optimierungen.
Für viele Entwickler war der fehlende Editor (es gab bislang nur experimentelle Vorversionen) bislang ein Hindernis – besonders im Vergleich zu Engines wie Unity oder Unreal, die visuelle Tools schon lange anbieten. Mit der neuen IDE rückt Babylon.js einen Schritt näher an diese großen Engines heran, bleibt aber dabei leichtgewichtig, offen und webbasiert – und verbessert insbesondere die Benutzerfreundlichkeit enorm.
Man sollte allerdings darauf hinweisen, dass das Ganze noch sehr buggy ist, ich würde diese Version als eine Art Beta betrachten.
Links:

