Die Open-Source Game Engine Godot hat kürzlich mit Version 4.5 ein bedeutendes Update erhalten, das zahlreiche Verbesserungen und neue Features mit sich bringt. Hier die wichtigsten Highlights:
Die neue Version bringt spürbare Performance-Verbesserungen, insbesondere bei der Rendering-Pipeline. Das Vulkan-Backend wurde weiter optimiert, was zu flüssigeren Frameraten und reduzierter CPU-Auslastung führt. Auch die Ladezeiten von Projekten und Assets wurden merklich verkürzt.
Der 2D-Bereich erhält neue Tools für Tile-basierte Spiele, darunter erweiterte Tilemap-Funktionen und bessere Kollisionserkennung. Das Animationssystem für 2D-Sprites wurde überarbeitet und bietet nun mehr Kontrolle über Überblendungen und Animationsübergänge.
Die 3D-Rendering-Pipeline profitiert von verbesserter Global Illumination und realistischeren Schatten. Neue Post-Processing-Effekte erweitern die visuellen Möglichkeiten, während die Physics-Engine stabiler läuft und präzisere Kollisionsberechnungen liefert.
Der Godot-Editor selbst wurde benutzerfreundlicher gestaltet. Die Oberfläche reagiert schneller, neue Shortcuts beschleunigen den Workflow, und das Asset-Management wurde vereinfacht. Besonders hervorzuheben ist die verbesserte Autovervollständigung im Code-Editor.
Der Export zu verschiedenen Plattformen wurde optimiert, mit besonderem Fokus auf Mobile-Geräte. Die Android- und iOS-Exporte sind nun kleiner und performanter. Auch die Web-Export-Funktionalität wurde verbessert, mit besserer WebGL2- und experimenteller WebGPU-Unterstützung.
Godot 4.5 festigt die Position der Engine als ernstzunehmende Alternative zu kommerziellen Lösungen. Die Kombination aus Performance-Verbesserungen, neuen Features und der weiterhin kostenlosen Verfügbarkeit macht dieses Update besonders attraktiv für Indie-Entwickler und Studios, die eine flexible, quelloffene Lösung suchen.
Ich selbst habe in der vergangenen Woche in nur zwei Tagen eine „offene Kasse“-App entwickelt, die sowohl auf Mobiltelefonen als auch unter iOS läuft und die Indie-Künstler°Innen dabei unterstützen soll, bei Veranstaltungen eine sogenannte „offene Kasse“ zu führen. Der große Vorteil dabei ist, dass Godot deutlich zugänglicher und einfacher (und agiler) ist, als entsprechende Programmierumgebungen für Windows oder Android.
Die Godot-Engine ist Open Source und kann auf der Webseite des Projekts herunter geladen werden.

